
Photovoltaik: Was eine PV-Anlage kostet, bringt und wann sie sich lohnt
Eine Photovoltaikanlage macht Sie unabhängiger von steigenden Strompreisen. Ob sie sich für Sie lohnt, entscheidet vor allem, wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen. Hier finden Sie alles Wichtige auf einen Blick: was eine Anlage kostet, wie viel Strom sie erzeugt und worauf es bei der Planung ankommt.
- Selbst genutzter Strom bringt das Geld.
- Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart den vollen Strompreis von 25 bis 35 Cent. Für eingespeisten Strom bekommen Sie nur einen Bruchteil davon, in Deutschland derzeit 7,7 Cent. Je mehr Solarstrom Sie im Haus nutzen, desto schneller rechnet sich die Anlage.
- Der Sommer liefert, der Winter entscheidet.
- Im Sommer erzeugt eine Anlage weit mehr Strom, als ein Haushalt braucht. Im Winter reicht er nur für einen Teil des Verbrauchs. Wie viel unabhängiger Sie vom Stromnetz werden, zeigt sich deshalb in den dunklen Monaten.
- Auch Ost- und Westdächer lohnen sich.
- Ein Süddach bringt den höchsten Ertrag. Ost-West-Dächer erzeugen über das Jahr rund ein Viertel weniger, verteilen den Strom aber besser über den Tag. Dadurch nutzen Sie mehr davon selbst.
Photovoltaik kurz erklärt
Wie eine PV-Anlage funktioniert und was sie kostet
Eine Photovoltaikanlage arbeitet still und vollautomatisch. Sie müssen nichts einschalten, nichts umstellen und nichts nachfüllen. Wer versteht, welchen Weg der Solarstrom durchs Haus nimmt, versteht auch, warum der eigene Verbrauch über die Wirtschaftlichkeit entscheidet.
So fließt der Solarstrom durchs Haus
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Module erzeugen Strom
Die Solarmodule auf dem Dach wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Je direkter das Licht auftrifft, desto mehr Strom entsteht.
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Der Wechselrichter wandelt ihn um
Eine Photovoltaikanlage erzeugt Gleichstrom, der vom Wechselrichter in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird.
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Zuerst nutzt ihn Ihr Haus
Der Solarstrom fließt zu den Geräten, die gerade laufen, etwa Kühlschrank, Waschmaschine oder Wärmepumpe.
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Überschuss in Speicher oder Netz
Was im Moment niemand braucht, lädt einen Speicher, falls vorhanden. Der Rest fließt ins öffentliche Netz und wird Ihnen vergütet.
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Fehlt Sonne, hilft das Netz
Nachts und an trüben Tagen beziehen Sie Strom wie gewohnt aus dem Netz. Ein Zähler, erfasst hierbei Bezug und Einspeisung.
Genau hier liegt der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit: Jede Kilowattstunde, die Ihr Haus in Schritt 3 selbst nutzt, ersetzt teuren Netzstrom. Für jede Kilowattstunde aus Schritt 4, die ins Netz fließt, bekommen Sie nur einen Bruchteil davon zurück.
Was eine PV-Anlage kostet
Der Preis wird pro Kilowattpeak (kWp) Leistung angegeben und enthält Module, Wechselrichter, Gerüst, Montage und Anschluss. Je größer die Anlage, desto günstiger wird jedes einzelne kWp, denn Gerüst, Planung und Netzanschluss fallen nur einmal an. Ein Speicher ist der größte Zusatzposten.
| Anlagengröße | Preis pro kWp | Ohne Speicher | Mit 10-kWh-Speicher |
|---|---|---|---|
| 3 bis 5 kWp | 1.335 bis 1.800 € | 5.400 bis 7.500 € | 11.000 bis 15.000 € |
| 5 bis 10 kWp | 1.100 bis 1.400 € | 7.500 bis 13.300 € | 13.000 bis 19.000 € |
| 10 bis 15 kWp | 970 bis 1.200 € | 11.000 bis 16.500 € | 17.000 bis 23.000 € |
Marktpreise in Deutschland nach Fraunhofer ISE (Stand Frühjahr 2026). Für private Anlagen fällt dort keine Mehrwertsteuer an. In Österreich kommen seit April 2025 wieder 20 % Umsatzsteuer hinzu. Dafür gibt es den EAG-Investitionszuschuss von 150 € pro kWp und 150 € pro kWh Speicher, der in begrenzten Förderaufrufen vergeben wird.
Ob Ihr Dach geeignet ist und wie viele Module darauf Platz finden, erklären die Grundlagen beim Photovoltaik-Rechner. Dort berechnen Sie auch, was eine Anlage auf Ihrem Dach kostet und wann sie sich bezahlt macht.
Laufende Kosten nicht vergessen
Für Versicherung, gelegentliche Prüfung und Zählermiete fallen jedes Jahr rund 100 bis 300 Euro an. Der Wechselrichter hält meist 15 bis 20 Jahre, ein neues Gerät kostet etwa 1.000 bis 2.000 Euro. Die Module selbst arbeiten deutlich länger und brauchen kaum Pflege.
Alle Themen zur Photovoltaik
Von der ersten Frage bis zum passenden Angebot
Wer über eine Solaranlage nachdenkt, geht meist drei Schritte: Zuerst verschafft man sich einen Überblick, dann rechnet man für das eigene Dach nach, und schließlich holt man Angebote ein. Unsere Seiten begleiten Sie durch jeden dieser Schritte.
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Verstehen
Wie viel Strom eine Anlage wann erzeugt und was Ihr Dach dafür mitbringt.
Ausrichtung & Neigung
Welche Dachseite wie viel Strom liefert und warum Ost-West-Dächer oft gut zum eigenen Verbrauch passen. Mit Ausrichtungsrechner.
Photovoltaik im Winter
Wie viel eine Anlage von November bis Februar erzeugt, warum steile Flächen helfen und was bei Schnee zu tun ist.
Sonnenstand & Sonnenverlauf
Wie die Sonne über das Jahr wandert und was eine Anlage zu jeder Uhrzeit erzeugt, im 3D-Simulator.
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Berechnen
Was eine Anlage auf Ihrem Dach erzeugt, kostet und spart.
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Angebote vergleichen
Was Ihre Anlage bei Fachbetrieben aus Ihrer Region tatsächlich kostet.
Kein eigenes Dach? Mit einem Balkonkraftwerk erzeugen auch Mieter und Wohnungseigentümer eigenen Solarstrom. Zum Balkonkraftwerk-Rechner
Wirtschaftlichkeit
Lohnt sich eine PV-Anlage? Eine ehrliche Rechnung
Eine PV-Anlage verdient ihr Geld auf zwei Wegen: Sie ersetzt Strom, den Sie sonst teuer einkaufen würden, und sie speist den Rest gegen eine Vergütung ins Netz. Beide Wege sind sehr unterschiedlich viel wert.
Selbst genutzter Strom
25 bis 35 ct pro kWh
So viel sparen Sie für jede Kilowattstunde, die Sie nicht aus dem Netz kaufen müssen. Das ist der Strompreis, den Sie heute bezahlen.
Eingespeister Strom
derzeit 7,7 ct pro kWh
So viel zahlt der Netzbetreiber in Deutschland für Anlagen bis 10 kWp, die jetzt in Betrieb gehen, garantiert für 20 Jahre. Das ist nur rund ein Viertel des Strompreises.
Rechenbeispiel: Wann sich eine Anlage bezahlt macht
Wir haben für zwei typische Haushalte mit Süddach Viertelstunde für Viertelstunde durchgerechnet, wie viel Solarstrom sie selbst nutzen. Das Ergebnis überrascht viele: Eine größere Anlage erzeugt zwar mehr Strom, im Haus nutzen lässt sich davon aber nur wenig mehr. Den Unterschied macht vor allem, wie viel Strom tagsüber gebraucht wird.
| Kennzahl | Familie, 6 kWp | Familie, 10 kWp | Familie, 10 kWp mit 10-kWh-Speicher | Familie mit Wärmepumpe, 10 kWp |
|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch pro Jahr | 3.800 kWh | 3.800 kWh | 3.800 kWh | 6.900 kWh |
| Anschaffung mit Montage | rund 8.000 € | rund 11.500 € | rund 17.000 € | rund 11.500 € |
| Ertrag pro Jahr | 5.770 kWh | 9.610 kWh | 9.610 kWh | 9.610 kWh |
| Selbst genutzt | 1.600 kWh | 1.820 kWh | 3.100 kWh | 2.480 kWh |
| Deckt den Verbrauch zu | 42 % | 48 % | rund 80 % | 36 % |
| Vorteil im ersten Jahr | rund 680 € | rund 980 € | rund 1.230 € | rund 1.140 € |
| Bezahlt nach | rund 11 Jahre | rund 11 Jahre | rund 12,5 Jahre | rund 9,5 Jahre |
Vorteil im ersten Jahr nach Abzug der laufenden Kosten. Annahmen: Strompreis 32 ct pro kWh mit einer Steigerung von 2 % pro Jahr, Einspeisung 7,7 ct pro kWh, laufende Kosten 150 bis 250 € im Jahr. Ein E-Auto, das tagsüber lädt, erhöht den Eigenverbrauch ebenfalls.
Für die Familie ohne Wärmepumpe rechnen sich 6 und 10 kWp etwa gleich schnell. Die größere Anlage bringt mehr ein, aber vor allem über die Einspeisung: Bei 10 kWp stammt rund die Hälfte des Vorteils aus eingespeistem Strom, und genau dieser Teil soll für neue Anlagen ab 2027 deutlich kleiner werden. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch stark, kostet aber so viel, dass er die Amortisation heute verlängert. Am schnellsten macht sich eine Anlage dort bezahlt, wo tagsüber viel Strom gebraucht wird: Mit Wärmepumpe oder einem E-Auto, das mittags lädt, sind rund 9 bis 10 Jahre realistisch.
Was sich in Deutschland ab 2027 ändern soll
- Für neue Anlagen soll die feste Einspeisevergütung entfallen. Geplant ist eine befristete Übergangszahlung, danach wird der Strom zum Marktpreis verkauft.
- Neue Dachanlagen sollen höchstens die Hälfte ihrer Leistung ins Netz einspeisen dürfen. Eine Anlage mit 10 kWp nach Süden verliert dadurch rund 1.000 kWh im Jahr, eine Ost-West-Anlage nur rund 300 kWh.
- Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten nach dem Entwurf die heutige Vergütung für 20 Jahre.
Das Gesetz ist noch nicht endgültig beschlossen. Für die Planung heißt das aber schon jetzt: Richten Sie die Anlage an Ihrem Verbrauch aus, nicht an der Dachgröße, und nutzen Sie möglichst viel Solarstrom selbst, etwa für Waschmaschine, E-Auto oder Wärmepumpe.
In Österreich: Einspeisung zum Marktpreis
In Österreich gibt es für kleine Anlagen keine gesetzlich festgelegte Vergütung. Die OeMAG und die Energieversorger zahlen Tarife, die sich am Strommarkt orientieren und meist monatlich angepasst werden. 2026 lag der Tarif der OeMAG zwischen rund 6 bis 10 Cent pro kWh, im September bei 10,2 Cent und damit über der festen Vergütung in Deutschland. Die Versorger zahlen je nach Modell rund 4 bis 11 Cent, ein Vergleich lohnt sich also.
Noch mehr ist oft über eine Energiegemeinschaft möglich. Dort verkaufen Sie Ihren Überschuss an Haushalte und Betriebe in der Region, zu einem Preis zwischen Marktpreis und Netzstrompreis, je nach Gemeinschaft etwa 9 bis 13 Cent.
Weil sich die Tarife am Markt orientieren, schwanken sie. Sie können aber genauso gut steigen, Einspeisen bleibt in Österreich also lohnend. Am meisten bringt aber auch hier jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen: Sie sparen so rund 15 bis 25 Cent pro kWh.
Tarife Stand Oktober 2026, sie ändern sich laufend.
Sie haben ein Dach und planen eine PV-Anlage?
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Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.
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Fazit
Photovoltaik lohnt sich, wenn sie zu Ihrem Haushalt passt
Eine PV-Anlage gehört zu den wenigen Investitionen ins eigene Haus, die sich selbst bezahlen. Eine typische Anlage mit 10 kWp kostet ohne Speicher rund 11.000 bis 14.000 Euro und erzeugt auf einem Süddach rund 9.600 kWh im Jahr, auf einem Ost-West-Dach rund 7.300 kWh. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was eine Familie im Jahr verbraucht.
Entscheidend ist aber nicht, wie viel Strom die Anlage erzeugt, sondern wie viel davon Sie selbst nutzen. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 25 bis 35 Cent. Für eingespeisten Strom gibt es in Deutschland derzeit 7,7 Cent, in Österreich je nach Anbieter rund 4 bis 13 Cent. In unserem Rechenbeispiel macht sich eine Anlage für eine Familie nach rund 11 Jahren bezahlt, mit Wärmepumpe oder E-Auto nach rund 9 bis 10 Jahren.
Dazu kommt der Lauf der Sonne über das Jahr. Im Sommer erzeugt eine Anlage weit mehr, als Sie brauchen, im Winter nur einen Teil. Ost-West-Dächer verteilen den Strom besser über den Tag, steile Südflächen liefern im Winter mehr. Wer seine Anlage an Verbrauch und Jahreszeit ausrichtet statt allein an der Dachgröße, holt am meisten heraus. Das gilt umso mehr, wenn in Deutschland ab 2027 wie geplant die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen wegfällt.
Wie viel Ihr Dach erzeugt und wann sich Ihre Anlage bezahlt macht, berechnen Sie mit unserem Photovoltaik-Rechner. Was eine Anlage bei Ihnen tatsächlich kostet, zeigen die Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region. Wer in Deutschland noch 2026 in Betrieb gehen möchte, um sich die heutige Vergütung zu sichern, sollte mit der Anfrage nicht zu lange warten.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Eine Anlage mit 10 kWp kostet ohne Speicher rund 11.000 bis 14.000 €, in Österreich zuzüglich 20 % USt.
- Sie erzeugt rund 9.600 kWh im Jahr nach Süden und rund 7.300 kWh nach Ost-West.
- Selbst genutzter Strom spart 25 bis 35 ct, eingespeister bringt in Deutschland 7,7 ct, in Österreich rund 4 bis 13 ct.
- Ohne Speicher nutzt eine Familie nur rund ein Fünftel des Stroms einer 10-kWp-Anlage selbst.
- Bezahlt nach rund 11 Jahren, mit Wärmepumpe oder E-Auto nach rund 9 bis 10 Jahren.
- Laufende Kosten: rund 150 bis 300 € im Jahr.
Fragen und Antworten zur Photovoltaik
Was kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
Eine Anlage mit 10 kWp kostet in Deutschland ohne Speicher rund 11.000 bis 14.000 Euro inklusive Montage, mit einem Speicher von 10 kWh rund 17.000 bis 19.000 Euro. Pro kWp zahlen Sie bei Anlagen dieser Größe etwa 1.100 bis 1.400 Euro, größere Anlagen sind pro kWp günstiger. In Österreich kommen 20 % Umsatzsteuer hinzu, dafür gibt es den EAG-Investitionszuschuss.
Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage?
Pro kWp erzeugt eine gut ausgerichtete Anlage in Deutschland rund 950 bis 1.050 kWh im Jahr. Eine Anlage mit 10 kWp liefert nach Süden rund 9.600 kWh, nach Osten und Westen rund 7.300 kWh. An einem durchschnittlichen Tag im Juni sind es rund 46 kWh, im Dezember nur rund 6 kWh.
Lohnt sich eine PV-Anlage noch?
In den meisten Fällen ja. In unserem Rechenbeispiel macht sich eine Anlage mit 10 kWp für eine Familie nach rund 11 Jahren bezahlt, in einem Haushalt mit Wärmepumpe nach rund 9,5 Jahren. Die Module arbeiten deutlich länger. Am besten rechnet sich eine Anlage, wenn Sie einen großen Teil des Stroms selbst nutzen, etwa tagsüber, mit einem E-Auto oder einer Wärmepumpe.
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?
Als Faustregel gilt rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch, mit Wärmepumpe oder E-Auto entsprechend mehr. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, deshalb kann es sinnvoll sein, das Dach gut auszunutzen. Der zusätzliche Strom wird aber großteils eingespeist. Je weniger die Einspeisung bringt, desto mehr sollten Sie sich an Ihrem Verbrauch orientieren.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Nein, eine PV-Anlage funktioniert auch ohne. In unserem Beispiel hebt ein Speicher mit 10 kWh den Eigenverbrauch einer Familie von rund 1.800 auf rund 3.100 kWh, kostet aber 4.000 bis 8.000 Euro. Heute verlängert er die Amortisation deshalb eher. Sinnvoll ist er, wenn Sie abends viel Strom brauchen oder die Einspeisung wenig einbringt.
Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?
Für neue Anlagen in Deutschland soll die feste Einspeisevergütung entfallen. Geplant sind eine befristete Übergangszahlung und danach der Verkauf zum Marktpreis. Außerdem sollen neue Dachanlagen höchstens die Hälfte ihrer Leistung einspeisen dürfen. Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten nach dem Entwurf 7,7 Cent für 20 Jahre. Beschlossen ist das Gesetz noch nicht.
Wie viel bekomme ich in Österreich für eingespeisten Strom?
Eine gesetzlich feste Vergütung gibt es nicht. Die OeMAG zahlte 2026 je nach Monat rund 6 bis 10 Cent pro kWh, die Energieversorger je nach Modell rund 4 bis 11 Cent. Über eine Energiegemeinschaft sind etwa 9 bis 13 Cent möglich. Weil sich die Tarife am Markt orientieren, lohnt sich ein regelmäßiger Vergleich.
Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?
Geeignet ist ein Dach nach Süden, Osten oder Westen, das kaum verschattet ist und in den nächsten 20 bis 25 Jahren nicht saniert werden muss. Auch Flachdächer eignen sich, dort liegen die Module flach oder werden aufgeständert. Pro kWp brauchen Sie rund 5 bis 7 m² Dachfläche, für 10 kWp also rund 50 bis 70 m².
Erzeugt eine PV-Anlage auch im Winter Strom?
Ja, aber deutlich weniger. Von November bis Februar entstehen nur rund 11 % des Jahresertrags, weil die Tage kurz sind und die Sonne tief steht. Steile Südflächen fangen die Wintersonne besser ein, Ost- und Westflächen liefern im Winter wenig. Kälte schadet den Modulen nicht, eine geschlossene Schneedecke stoppt die Erzeugung dagegen.