PV-Kosten · Stand November 2026
PV-Anlage Kosten:
Was eine PV-Anlage wirklich kostet
Eine PV-Anlage kostet 2026 rund 1.000 bis 1.400 € pro kWp, schlüsselfertig und ohne Mehrwertsteuer. Für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp sind das etwa 11.000 bis 14.000 €.
Wir zeigen, wie sich der Preis zusammensetzt, welche Zusatzkosten oft fehlen und ab wann sich die Anlage bezahlt macht.

Das Wichtigste in Kürze
- Preis pro kWp: rund 1.000 bis 1.400 €. Je größer die Anlage, desto günstiger pro kWp.
- Mit Speicher: 300 bis 500 € pro kWh Speicher, ein 10-kWh-Speicher kostet etwa 3.500 bis 5.500 €.
- Keine Mehrwertsteuer: In Deutschland gilt für Anlagen bis 30 kWp 0 %.
- Zusatzkosten einplanen: Vor allem ein neuer Zählerschrank kann 1.500 bis 5.000 € kosten.
- Bezahlt nach rund 9 bis 11 Jahren, mit Wärmepumpe oder E-Auto oft schneller.
Was kostet eine PV-Anlage nach Größe?
Gerüst, Anfahrt, Planung und Anmeldung kosten bei jeder Anlage ungefähr gleich viel. Bei einer großen Anlage verteilen sich diese Kosten auf mehr Leistung, deshalb sinkt der Preis pro kWp mit der Größe.
| Größe | Preis pro kWp | Gesamtpreis ohne Speicher | Passt für |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 1.350 – 1.800 € | 6.500 – 9.000 € | 1 bis 2 Personen, rund 2.500 kWh im Jahr |
| 8 kWp | 1.150 – 1.450 € | 9.000 – 11.500 € | 3 bis 4 Personen, rund 4.000 kWh |
| 10 kWp | 1.100 – 1.400 € | 11.000 – 14.000 € | Familie, oder kleiner Haushalt mit E-Auto |
| 15 kWp | 1.000 – 1.200 € | 15.000 – 18.000 € | Haushalt mit Wärmepumpe |
| 20 kWp | 900 – 1.100 € | 18.000 – 22.000 € | Wärmepumpe und E-Auto, großes Dach |
Richtwerte für schlüsselfertige Aufdach-Anlagen in Deutschland, Stand November 2026. Welche Größe zu Ihrem Verbrauch passt, zeigt der PV-Ertragsrechner.
Kostenrechner: Was kostet Ihre Anlage?
Stellen Sie die Größe ein und beantworten Sie drei kurze Fragen. Sie sehen sofort, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten und nach wie vielen Jahren sich die Anlage ungefähr bezahlt macht.
Stromspeicher
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber deutlich mehr.
Muss der Zählerschrank erneuert werden?
Ältere Zählerschränke müssen oft umgebaut werden. Das klärt der Elektriker beim Termin vor Ort.
Wie ist Ihr Dach?
Aufwendig heißt: viele Gauben, sehr steil, schwer erreichbar oder ein Flachdach mit Aufständerung.
Voraussichtliche Kosten
11.000 € bis 14.000 €
rund 1.100 € bis 1.400 € pro kWp, schlüsselfertig, 0 % Mehrwertsteuer
Bezahlt nach etwa
9 Jahren
bei rund 1.350 € Ersparnis im Jahr
Grobe Schätzung mit Marktpreisen von November 2026, 900 kWh Ertrag pro kWp, 32 ct Strompreis, rund 30 % Eigenverbrauch und der Einspeisevergütung bei Inbetriebnahme 2026. Laufende Kosten von rund 200 € im Jahr sind nicht eingerechnet. Den genauen Ertrag für Ihr Dach liefert der PV-Ertragsrechner, den genauen Preis nur ein Angebot.
Wofür Sie bezahlen
So setzt sich der Preis einer Anlage mit 10 kWp ungefähr zusammen. Die Module machen nur rund ein Siebtel aus. Den größten Teil kostet die Arbeit auf dem Dach und im Zählerschrank.
Solarmodule
1.500 – 1.900 €
Die Module selbst sind heute der kleinere Teil der Rechnung.
Wechselrichter
1.000 – 1.500 €
Wandelt den Gleichstrom vom Dach in Haushaltsstrom um. Markengeräte kosten etwas mehr.
Montagesystem
800 – 1.600 €
Schienen und Dachhaken, bei Flachdächern zusätzlich Aufständerung.
Kabel, Schutztechnik, Kleinteile
800 – 1.500 €
Leitungen, Sicherungen, Überspannungsschutz.
Gerüst
500 – 1.500 €
Je nach Haushöhe und Zugänglichkeit des Dachs.
Montage, Elektrik, Planung, Anmeldung
5.000 – 7.000 €
Der größte Posten: Arbeitszeit von Dachdecker und Elektriker sowie Planung und Anmeldung beim Netzbetreiber.
Unser Tipp: Ein günstiger Preis pro kWp allein sagt wenig. Vergleichen Sie, ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung im Angebot enthalten sind.
Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher?
Ein Stromspeicher kostet installiert rund 300 bis 500 € pro kWh. Für ein Einfamilienhaus sind 5 bis 10 kWh üblich.
| Anlage | Ohne Speicher | Mit 10-kWh-Speicher |
|---|---|---|
| 8 kWp | 9.000 – 11.500 € | 12.500 – 17.000 € |
| 10 kWp | 11.000 – 14.000 € | 14.500 – 19.500 € |
| 15 kWp | 15.000 – 18.000 € | 18.500 – 23.500 € |
Ehrlich gesagt: Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von rund 30 auf 50 bis 60 %, macht die Anlage aber nicht automatisch rentabler. Er lohnt sich vor allem, wenn Sie abends viel Strom brauchen. Ab 2027 wird er wichtiger, weil neue Anlagen nach dem Gesetzentwurf weniger für eingespeisten Strom bekommen.
Zusatzkosten, die oft fehlen
Viele Preisangaben im Internet gelten für den Idealfall. Diese Posten können dazukommen:
Zählerschrank erneuern
1.500 – 5.000 €
Bei älteren Häusern häufig nötig. Fragen Sie im Angebot ausdrücklich danach.
Aufwendiges Dach
500 – 2.000 €
Viele Gauben, sehr steil, schwer erreichbar oder Flachdach mit Aufständerung.
Taubenschutz
200 – 500 €
Bei der Montage günstig, nachträglich deutlich teurer.
Indach-Montage
+10 bis 40 %
Module ersetzen die Dachziegel. Optisch schön, aber teurer als Aufdach.
Laufende Kosten: rund 200 bis 300 € im Jahr
- Versicherung, oft über die Wohngebäudeversicherung möglich70 – 300 €
- Wartung, freiwillig, Sichtprüfung alle paar Jahre reicht meist100 – 250 €
- Zähler und Messstelle, je nach Messstellenbetreiber20 – 60 €
- Rücklage Wechselrichter, Austausch nach 10 bis 15 Jahren für 1.000 bis 2.000 €rund 100 €
Was den Preis bestimmt und was den Ertrag
Der Preis hängt vor allem von der Größe, der Dachform, dem Zustand des Zählerschranks und der Region ab. In Städten ist die Montage oft etwas teurer als auf dem Land. Markengeräte bei Wechselrichter und Speicher kosten einige hundert Euro mehr.
Ob sich die Anlage lohnt, entscheidet aber der Ertrag. Und der hängt davon ab, wohin Ihr Dach zeigt und wie viel Sonne es übers Jahr bekommt. Eine günstige Anlage auf einem schattigen Dach rechnet sich schlechter als eine teurere auf einem freien Süddach.
Ausrichtung und Neigung
Süden ist ideal, Ost und West bringen rund drei Viertel. Wie viel genau, zeigt unser Vergleich.
Sonnenstand übers Jahr
Wann Ihre Anlage am meisten liefert, sehen Sie im Simulator für jeden Tag und jede Uhrzeit.
Rechnet sich das? Ein Beispiel mit 10 kWp
Eine Familie lässt 2026 eine Anlage mit 10 kWp auf ihr Süddach bauen, ohne Speicher.
| Kosten | rund 12.000 € |
| Ertrag pro Jahr | rund 9.000 kWh |
| Selbst genutzt (30 %) × 32 ct | rund 860 € Ersparnis |
| Eingespeist (70 %) × 7,7 ct | rund 490 € Vergütung |
| Zusammen pro Jahr | rund 1.350 € |
| Bezahlt nach | rund 9 Jahren |
Zieht man laufende Kosten von rund 200 € im Jahr ab, sind es etwa 10 Jahre. Danach erzeugt die Anlage noch 10 bis 15 Jahre fast kostenlos Strom. Mit Wärmepumpe oder E-Auto nutzen Sie mehr selbst, dann geht es schneller.
Werden PV-Anlagen 2027 günstiger?
Die Preise sind seit 2023 deutlich gefallen und liegen heute auf einem historischen Tiefstand. Seit 2025 bewegen sie sich aber kaum noch. Einen großen Preisrückgang erwarten Fachleute 2027 nicht.
Wichtiger ist eine andere Änderung: Für neue Anlagen in Deutschland soll ab 2027 die feste Einspeisevergütung wegfallen. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, behält nach dem Gesetzentwurf 20 Jahre lang die heutigen 7,7 ct pro kWh. Beschlossen ist das Gesetz noch nicht.
Warten lohnt sich meist nicht
Jedes Jahr ohne Anlage kostet Sie die Ersparnis dieses Jahres, bei 10 kWp rund 1.350 €. Ein möglicher kleiner Preisrückgang gleicht das kaum aus.
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Häufige Fragen zu den Kosten einer PV-Anlage
Was kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
Eine typische Anlage mit 8 bis 10 kWp kostet 2026 rund 9.000 bis 14.000 Euro, schlüsselfertig und ohne Speicher. Mit einem Speicher von 10 kWh kommen etwa 3.500 bis 5.500 Euro dazu.
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?
Als Faustregel gilt 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Planen Sie eine Wärmepumpe oder ein E-Auto, lohnt sich eine größere Anlage. Meist ist es sinnvoll, das Dach möglichst gut zu nutzen, denn größere Anlagen sind pro kWp günstiger.
Was kostet eine PV-Anlage pro Quadratmeter?
Für 1 kWp brauchen Sie rund 5 Quadratmeter Dachfläche. Bei 1.000 bis 1.400 Euro pro kWp sind das etwa 200 bis 280 Euro pro Quadratmeter.
Muss ich Mehrwertsteuer zahlen?
In Deutschland nicht. Für PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden gilt seit 2023 ein Steuersatz von 0 %, auch für den Speicher. Daran ändert das EEG 2027 nichts.
Werden PV-Anlagen 2027 billiger?
Ein großer Preisrückgang ist nicht in Sicht, die Preise bewegen sich seit 2025 seitwärts. Wichtiger ist die geplante Reform der Einspeisevergütung: Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten nach dem Gesetzentwurf 20 Jahre lang die heutige Vergütung.
Welche laufenden Kosten hat eine PV-Anlage?
Rechnen Sie mit rund 200 bis 300 Euro im Jahr für Versicherung, gelegentliche Wartung, Zähler und eine Rücklage für den Wechselrichter.
Lohnt sich eine PV-Anlage auf einem Ost- oder Westdach?
Ja. Ost- und Westdächer erzeugen rund drei Viertel eines Süddachs und verteilen den Strom besser über den Tag. Das erhöht oft den Eigenverbrauch. Die Kosten pro kWp sind gleich.
Bringt eine PV-Anlage im Winter überhaupt etwas?
Weniger als im Sommer, aber nicht nichts. Von November bis Februar erzeugt eine Anlage zusammen nur etwa 10 bis 15 % ihres Jahresertrags. Das ist in unseren Rechnungen bereits eingerechnet.
Kann ich eine PV-Anlage selbst montieren?
Die Montage der Module ist für geübte Heimwerker möglich und spart einen Teil der Kosten. Den Anschluss ans Hausnetz und die Anmeldung muss aber eine Elektrofachkraft übernehmen. Wer es einfach haben will, startet mit einem Balkonkraftwerk für die Steckdose.
Was kostet eine PV-Anlage in Österreich?
Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland. Anders als in Deutschland fallen in Österreich aber 20 % Umsatzsteuer an. Die Einspeisevergütung kommt von der OeMAG oder Ihrem Energieversorger.
Alles rund um Ertrag, Ausrichtung und Wirtschaftlichkeit finden Sie in unserem Photovoltaik-Überblick.
Quellen: Marktpreise für schlüsselfertige Anlagen und Speicher aus aktuellen Marktübersichten, Stand November 2026; Fraunhofer ISE, Photovoltaics Report; Einspeisesätze der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen ab 1. August 2026.